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ohne titel denke ich

Ein Schritt aus der Haustür, die paar Treppenstufen herunter, die ich nie gezählt und wenn, dann deren Anzahl ich vergessen habe. Ein bis zwei große Schritte über den für mich farblosen Weg, der wohl irgendwie in den Garten führen soll, geht man ihn entlang, weiß man, dass er es auch tatsächlich tut. Aber um wegzurennen brauche ich nur diese ein bis zwei großen Schritte bis zum weißen Gartentörchen, bitte keine Werbung, ich mache es auf. Wenn jetzt Sommer ist, geht es ohne Probleme auf, sollte ich mich aber gerade im Winter befinden, hakt es ein wenig, da sich das Holzvolumen durch Wasseraufnahme erweitert hat. Es könnte allerdings auch ein regnerischer Sommertag sein, ganz zu schweigen von Frühling und Herbst. Nunja, öffnen kann ich es in jedem Fall und draußen bin ich. Über den hässlichen, mehrfach verschieden gemusterten, da zusammengeschusterten Hof, vorbei an der einsamen Biotonne auf dem Ministück Rasenhügel zwischen zwei verschiedenen Parkplatzflächen, zu meiner Wagentür. Schlüssel ins Türschloss stecken drehen, Tür öffnen, ich begebe mich in das Wageninnere. Schlüssel ins Zündschloss, vrrm, Rückwärtsgang, Vorwärtsgang und ich habe mein Grundstück verlassen.
Von nun an habe ich das Sagen über ein Stück Ding, das Tausendmal kräftiger ist als ich und keine Skrupel hätte, Gehorsam zu verweigern. Ich bringe dieses Ding dazu, sich und damit mich fortzubewegen und liefere mich ihm damit bedingungslos aus. Wenn es will, bin ich tot. Und noch schlimmer: wenn ich will, kann ich genausogut tot werden. Dadurch, dass der Tod einem so vor die Füße geworfen wird, wie die Erdnuss dem Elefanten, man muss es nurnoch einsaugen, verliert er proportional zum Kraftunterschied zwischen Mir und Es an Bedeutung. So wie ich aufs Gas trete, eine kleine Fußbewegung und damit um ein vielfaches schneller fahre, als ich jemals mit größter Anstrengung laufen könnte, könnte ich auch das Steuer herumreißen und von mir aus eine Klippe herunterfahren/fallen, anstatt selbst zu springen. Der Punkt ist die Übersetzung von Mensch auf Maschine. Der Tod nimmt unrealistische Züge an. Es ist zu einfach. Es ist, als wäre es nicht ich, der stirbt, denn ich bin es auch nicht, der fällt.
Ich falle aber nicht und auch nicht ich in meinem Auto, ich fahre nur, fahre davon.
21.4.08 23:21
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tabmow / Website (22.4.08 18:45)
mal wieder wirklich, wirklich gut ... hör dir bei gelegenheit mal "song for the dead" von qotsa an, musst ich iwie dran denken als ich deine zeilen laß

Life's the study of dying

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