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Der Nebel Part ??

Der Nebel verzieht sich. Noch vor einigen Stunden war er so dicht, dass man sein Ziel nicht einmal sichten konnte, wenn man ungefähr 2 Sekunden davor stand. Nun treten die letzten Schwaden ihren Kampf mit meinen Sinnen an, unterernährt und lustlos. Der Versuch, mich zu vereinnahmen, ist schon längst gescheitert und trotzdem versuchen sie es weiter und weiter, bis irgendwann sämtliche Reserven verbraucht sind und die wohl göttliche Gegenmacht ihren Kampf nicht mehr aufgeben kann, sondern schon verloren hat.
Alle Mittel hat sie eingesetzt, jeden fein dunstigen Faden. Bis zum letztmöglichen Kampf, bis zu dem Punkt, an dem es keine Wiederkehr mehr geben kann. Die göttliche Macht ist aufgebraucht, zurück bleibe ich. Der Mensch. Auf den ersten Blick scheine ich gesiegt zu haben, doch nun ergiebt sich ein weitaus größeres Problem. Was folgt?
Mit dem Niedergang der letzten Feindkörper habe ich mein Lebensziel verloren und zwar zu überleben. Ich bin frei, aber was nützt die Freiheit, die Sicht auf mein Ziel mag frei sein - doch was ist eigentlich mein Ziel? Ich beginne, mir die permanente Bedrohung zurückzuwünschen, denn sie war ein Teil von mir geworden. Gewiss ein Teil, den ich in jedem Augenblick zu bekämpfen suchte, doch war all mein Wesen auf ebendiese Bekämpfung ausgerichtet, immer in der Voraussetzung, sie verhindere mein Vorankommen. Ich wiederhole die Frage: welches Vorankommen verhinderte dieser Nebel? Ich bin ratlos, stehe im Nichts, der Feind ist gewichen, ich stehe auf einem Hügel und habe klare Sicht auf.. auf nichts.
Der Nebel nahm mir die Sinne, er kämpfte bis zum letzten Moment und jetzt wo ich ihn besiegt zu haben scheine, wird mir klar, dass er, obwohl er sich dabei selbst vernichten musste, den Krieg gewonnen hat.
2.3.08 13:04
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mark (25.3.08 23:59)
also ich hab den text jetzt drei mal gelesen und bei jedem mal hat er mir besser gefallen, vielleicht weil ich ihn mir jedem mal lesen besser verstanden habe zuerst fand ich "nebel" nich so ne passende metapher dadurch ist die einleitung, also die ersten zwei sätze, so gut getroffen für den folgenden text, dass ichs schlussendlich sau nice finde. von der göttlichen macht bin ich auch nich so begeistert aber ok. aber das folgende is so gut getroffen, der fokus auf das negative. der dritte absatz könnte auch so abgeschlossen ansich dastehen finde ich. auf jeden fall so lyrisch kann ich jetzt keine fachbegriffe nennen aber is schön kompakt und aussagekräftig mit jedem satz.
eben fällt mir auf, dass man auch interpretieren könnte, dass man keine göttliche kraft nutzen soll, damit einem wenigstens der kampf bleibt.

die axt im haus erspart den zimmermann :D


joinz / Website (26.3.08 17:28)
hm, warum ich göttliche macht geschrieben hab, kann ich dir garnich mehr so genau sagen, jetz im nachhinein, im ersten absatz heißts ja auch noch "wohl göttliche macht", also ganz klar isses nich, ich mein damit wahrscheinlich hauptsächlich, dasses nichts greifbares ist.
außerdem fällt mir auf, dass mir der letzte satz ganz schön gelungen ist, also er gefällt mir.
die axt im haus erspart den zimmermann :> jaja, ne, aber das überlass ich jedem selbst.
und natürlich danke =)

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