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Der Mensch, das Ich

Eine tiefe Bindung zum Elementaren treibt mich an und lässt mich innehalten. Ich bleibe stehen und schaue mich um, sehe in die Dinge, aber nicht darauf. Letztendlich endet meine ach so vielschichtige Betrachtung also doch nur ein- wenn auch andersseitig.
Dort steht ein Stuhl. Darauf sitzt ein Mensch. Was der Mensch denkt:
"Was mache ich hier auf diesem Stuhl, der sich in diesem Zimmer befindet, das sich in diesem Haus befindet, das sich auf dieser Erde befindet, die sich in dieser Kreislaufbahn um die Sonne befindet, die in dieser unendlichen Unendlichkeit verschwindet?"
Dort sitzt ein Mensch. Das ist sein Herz. Was der Mensch fühlt:
"Die Wärme der Heizung, der Boden unter meinen Füßen, die Stuhlkanten in meinen Händen, der Druck der Luft, wie ich sie einatme, ausatme. Die Bewegungen der Dinge, die sich scheinbar nicht bewegen, vor und hinter mir und draußen, im Garten, auf der Straße. Das Geräusch, das entsteht, wenn jemand Fenster putzt, sein Herz, das schlägt, die Saiten der Gitarre, die ein anderer zupft, der Fingernagel, der über die alte Schultafel fährt, das Summen des Ofens, in dem sie Brötchen backen und all ihre schlagenden Herzen.
Die Kälte der Wände, der graue Himmel, die sonnenlose Nacht. Der Wahnwitz des Schmerzes, das Zerdrücken von Ameisen, die grausame Stille des erloschenen Kamins, der verstimmte Flügel des Lehrmeisters. Die Verlogenheit der Einsamkeit, das Verlassen werden und sein, die tiefe Aussichtslosigkeit des stillgelegten Brunnens. Diese Nacht ohne Regen."
29.11.07 23:55





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