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Nebel ist das Gegenteil von Leben
8.8.07 17:11


Prolog

Die Kante ist fast so grau, wie der Himmel darüber, irgendwo hinter diesen Schwaden wird wohl die Sonne sein, sonst wäre es nicht hell. Immerhin eine kleine Erkenntnis, jetzt weiß ich etwas mehr über die Welt und das Leben. Mir ist nun bewusst geworden, dass Tageslicht und Sonne unmittelbar zusammenhängen, unzertrennlich wie siamesische Zwillinge, die sich einen Kopf teilen.
Es ist die Kante der etwa bauchnabelhohen Mauer, die das Dach des zwölfstöckigen Reihenhauses umschließt, auf dem ich stehe. Wäre das Dach ein Garten, wäre die Mauer der Gartenzaun. Dann wäre die Antenne hinter mir womöglich das Vogelbad, der Betonklotz inklusive Ein- beziehungsweise Ausgangstür, der flächenbrechend aus dem Boden des Daches ragt ein Geräteschuppen. Und wahrscheinlich wäre alles ein bisschen bunter und wenn schon einfarbig, dann wenigstens grün. Dann würde man auch Kante von Himmel unterscheiden können und dann würde sich auch ein Foto lohnen, jetzt aber nicht und deswegen packe ich meine Kamera wieder ein - ohne Foto - also wird niemand erfahren, dass ich sie jemals ausgepackt und sogar angeschaltet habe. Außer ich erzähle es jemandem.
Wen würde das interessieren? Ich wünsche mir schon seit ich Denken kann einen Menschen, dem ich so etwas erzählen kann und der sich darüber freut, dass ich es ihm erzähle und interessiert nickt, während ich darüber berichte, wie ich am Vortag in einen Apfel biss und das nicht aus Heuchelei, sondern weil er tatsächlich interessiert ist. Jemand, wie ein Wackeldackel, der darauf programmiert ist, sich sowieso über alles zu freuen. Als ich klein war, wollte ich eine Zeitlang Arzt werden, vielleicht hätte ich dann eine nette Assistentin gehabt, der ich hätte sagen können, wo ist mein Skalpell und sie hätte freundlich genickt.
Aber mein Grund, Arzt zu werden war ein anderer. Ich wollte Porsche fahren, womit ich eigentlich Ferrari meinte und ich versprach meiner Tante jedes Mal, ich würde sie mit meinem Porsche (Ferrari) abholen und mit ihr eine kleine Tour machen. Ich stellte mir dann immer bildlich vor, wie ich mit ihr im Beifahrersitz, seltsamerweise tatsächlich der eines Porsches, obwohl ich wirklich Ferrari meinte, weil mein Vater damals Ferrarimodelle sammelte, die Straße in der sie wohnte entlangfuhr. Sonst nichts. Nicht mal das Dorf, in dem die Straße wohnte. Nur die Straße. Immerhin von ihrem Haus, das gleichzeitig auch das Haus meiner Großmutter ist, Richtung Hauptstraße. Vielleicht auch in Richtung des Hauses in dem wir damals wohnten, denn wir wohnten in der Nähe der Hauptstraße. Ein Beweis dafür, dass die Welt wächst, wenn man älter wird. Man sagt, dass sei Einbildung, eine Sache der Perspektive, wenn man klein ist, kann man noch nicht über die Tischkante, geschweige denn den Tellerrand hinwegschauen. Aber was ist, wenn diese Einbildung in Wirklichkeit nur eine Einbildung ist, schließlich wird es auch kleinwüchsige Erwachsene geben, die vom Wachstum der Welt berichten können. Außerdem müsste die Welt einem ja immer kleiner erscheinen, je größer man wird, rein logisch betrachtet.
Zurück zur grauen Mauer, mittlerweile sitze ich auf ihr. Ich will nicht springen, ich schaue mich nur um, sammle Tatsachen. Darf ich mich vorstellen? Ich bin der Mann aus der Zukunft und ich sammle Tatsachen.
14.8.07 17:41


on fire

Ich bin immer der, der alles abbekommt. In jeder Hinsicht, in jeder Situation, in der ich involviert bin, bin ich es, der alles abbekommt. Ich bekomme immer alles ab. Ich bin es, der alles von anderen und von sich abbekommt. Immer bin ich es. Ich, immer. Jedes Mal bin ich es. Ich und nur ich.
Das ist keine Wahrheit, sondern ein Gefühl.
29.8.07 20:00





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