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seufz

Was ist denn nur los mit mir hier heute? Ich bin irgendwie zufrieden, selbstzufrieden, glücklich auf eine sommerliche Weise. Und ich hab Ideen im Kopf, peng, da bleibt euch die Spucke weg.
9.6.07 11:47


Interlude en passant

Versunken in Gedanken und Kid A fuhr ich heute gegen 11 Uhr nach Hause. Ich hatte gerade einen Stammkaffee getrunken und war wach, melancholisch gut gelaunt und fühlte mich sicher in mir selbst, dadurch auch automatisch in meiner Fahrweise. Ich fuhr vom Parkplatz herunter, die Bahnhofsstraße entlang, vorbei an Kaufhaus, über die Brücke, durch das steinerne Tor, hielt für etwa 2 Sekunden an der Ampel zur Hauptstraße hin, fuhr auf diese auf, folgte ihr, am Kreisel, am Schwimmbad, an der Tankstelle vorbei, bog ab auf das kurze Stück Landstraße, dass sich später zur Hauptstraße meines Wohnortes entwickelt, fuhr etwa die Hälfte der Strecke, prallte gegen das Reh, dass vor mein Auto sprang und hielt an. Ich hatte die Sekunde Reaktionszeit, die mir das Reh ließ genutzt, um ein wenig nach links zu schleudern, während das Reh ein bisschen nach rechts sprang. Als ich ausstieg, war das Reh bereits verschwunden, alles was von ihm übrig blieb, war ein 2 Finger dicker Fellhautfleischfetzen, den die Scherben meines zertrümmerten rechten Vorderlichts wohl von seinem Bein gerissen hatten, auf der Straße lag nichts, als eine einzelne große Scherbe, die ich funktionierend auf den Beifahrersitz legte, bevor ich das Warnblinklicht wieder ausschaltete und das letzte Stück nach Hause hinter mich brachte, kleingeschockt und ungläubig vor mich her lachend.
10.6.07 13:24


Die Farben

Ich bin eine Farbe. Früher war ich kurz zwei und es war die einzige Zeit in meinem Dasein, in der ich mich nicht 100%ig einsam fühlte. Jetzt, kurz vor meinem Verblassen verspüre ich das Bedürfnis, die Geschichte von meiner zweiten Farbe zu erzählen.
In einer unendlich grauen Welt fand ich sie, sie war schwerer zu entdecken, als ihr euch vielleicht denkt. Farbe wird nicht geduldet, Farbe versteckt sich, man brauch einen Blick dafür, Glück oder Schicksal, wenn man eine finden will. Ich hatte wohl Glück, ich erkannte sie, sie erblühte vor meinen Augen, ich hatte noch nie so etwas schönes gesehen. Wir fanden uns also und wir begannen, zu verschmelzen, doch ich hatte Angst. Wir beide, so allein in dem Grau hatten Angst, jeder in seinem Farbton. Es führte zur Ohnmacht, ich konnte sie zwar halten, doch ich konnte sie nicht halten. Es dauerte ewig, bis wir uns voneinander entbanden, mir war, als würde ich für sie immer mehr erblassen, während sie für mich strahlte, noch mehr strahlte, immerzu strahlte. Irgendwann ließ ich sie gehen, unter entsetzlichen Qualen, getrieben von schier endloser, unüberwindbarer Angst, einer Angst, die seit Urzeiten in mir verankert zu sein scheint. Als ich sie gehen ließ, dachte ich: "Warum lasse ich dich gehen. Ich hasse mich. Ich habe Angst." Es ist traurig, mittlerweile ist sie wohl auch für mich verblasst, doch ich würde sie wiedererkennen.
Jederzeit, überall, egal wie.
Du bist eine Farbe.

Ich tröste mich mit Tönen, doch Töne sind nur halbe Tröster; Töne berühren, aber man kann sie nicht zurückberühren.
19.6.07 00:45





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