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Cube

Da ist ein würfelförmiger Raum, der zur einen Hälfte gelb, zur anderen Hälfte schwarz gestrichen ist. Unter der gelben Farbe befindet sich schwarzer Stein und umgekehrt. Genau in der Mitte des Bodenquadrates steht ein überdimensionaler Apfel, der an einigen Stellen angeknabbert ist und im Kern schon am Schimmeln. In der Mitte des Deckenquadrates hängt eine große, verklebte Portion Spaghetti. Hin und wieder lösen sich einzelne Spaghetti vom Rest, fallen auf den Apfel herab und bleiben dann entweder darauf liegen oder rutschen zu Boden.
An den 4 Wänden befindet sich jeweils in deren Mitte ein Fenster und jedes Fenster zeigt dasselbe. So viel Farbe, dass sich letztendlich ein grauer Nebel bildet, der nur hin und wieder Andeutungen von Form und Bewegung preisgibt.
Es gilt, diese durch die Fenster einzuholen und wie ein Puzzle zusammenzubauen, um sie als ein Stück Landschaft und Leben wieder hinauszulassen.
Je mehr Gestalt die Außenwelt annimmt, desto mehr breitet sich, kugelförmig aus der Mitte des Würfels, das ungreifbare Etwas aus. Die Veränderungen, die es mit sich bringt, sind unsichtbar, führen aber in ihrer letzten Konsequenz zur vollständigen Verschmelzung zwischen Raum und Außenwelt.
Zur Rückgewinnung des natürlichen Zustandes.
7.3.07 21:05


Der Täter

Es beginnt. Meine Hände berühren den sanften Leichnam vor mir auf dem Boden, keine äußeren Verletzungen. Was hat das zu bedeuten? Gibt es eine Verbindung zu mir? Der Leichnam ist warm. Er hat weder Gesicht noch Geschlecht. Lasst mich durch, ich bin Arzt; wie im Film. Ich bin Arzt. Ich war Arzt, irgendwann mal.
Eine weitere Metro hält an, fährt wieder ab. Menschen strömen heraus, die Menge um mich und den Leichnam wird größer. Wie sie uns anblicken, gierig und erwartungsvoll, wie Geier in der Wüste. Ich bin der Schuldige. Wer sagt das? Sämtliche Blicke auf mich gerichtet, sie durchbohren mich. Bin ich das nächste Opfer?
Wie komme ich hierher? Ich bin zu Hause, dusche. Das Wasser prasselt sanft auf meinen Körper. Ich schließe die Augen und öffne den Mund, vernehme Wärme und Geräusch. Ein paar Minuten, eine halbe Stunde lang. Danach trockne ich mich ab. Ich betrachte mich im Spiegel, kein Gesicht, kein Geschlecht. Ich verschwinde.
20.3.07 17:59





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