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Mein Leben fühlt sich an wie Halsschmerzen

Als ich letztens mitten in der Nacht erwachte, beschloss ich, spazieren zu gehen. Ich verkroch mich tiefer in den unendlichen Weiten meiner warmen Decke, bemerkte aber schnell, dass das Bett nicht der geeignete Ort für mein Vorhaben war. Es war eine warme Winternacht. Am Abend hatte es nur für mich geregnet, ich saß am offenen Fenster mit aufgedrehter Heizung und beobachtete heimlich die Szenerie. Doch nun war es an der Zeit, aktiver Teil des äußeren Geschehens zu werden, das wusste ich. Also zog ich mich warm genug an und verließ das Haus.
Ich hatte kein Ziel, also nahm ich mir irgendeine Richtung vor und lief, ohne groß darüber nachzudenken warum ich gerade diesen Weg gewählt hatte, los. Schritt für Schritt drängte ich mich tiefer in die fremde Außenwelt. Ich kämpfte für einen festen Platz, ich suchte Geborgenheit in der kalten Luft. Deswegen war ich also hinausgegangen. Je weiter ich ging, desto schwerer wurden meine Schritte, umso stärker der Gegenwind - bis ich einem weißen Kaninchen begegnete. Es saß mitten auf der Straße, schien sich keiner Gefahr bewusst zu sein, vielleicht wusste es aber auch mehr als ich über diese Straße. Ich beschloss, ihm zu folgen, wohin es auch gehen sollte. Als würde es meine Gedanken lesen, drehte es mir gleich den Rücken zu und begann, loszuhoppeln. Also folgte ich ihm, ich glaube sogar, ebenfalls hoppelnd.
Es führte mich durch die verschiedensten Gärten, manchmal musste ich mich dafür durch kleine Löcher in den Zäunen zwängen, die das Kaninchen mit Leichtigkeit durchsprang. Manchmal waren die Löcher zu klein und ich musste über die Zäune klettern. Aber mit der Zeit fiel es mir immer leichter, diese Hindernisse zu überwinden. Ich hatte mir mit der Zeit wahrscheinlich ein paar Eigenschaften des Kaninchens angeeignet. Vielleicht war ich sogar etwas geschrumpft. Trotzdem war es nicht einfach, ihm auf den Versen zu bleiben. Es bewegte sich zielstrebig vorwärts, so dass ich keine Chance hatte, mir die Gärten genauer anzuschauen, was ich ein bisschen schade fand.
Ich fragte mich gerade, wohin es mich bringen würde, als es plötzlich stoppte. Jetzt erst bemerkte ich, dass wir uns mitten in einem dichten Wald befanden und vor mir am Boden entdeckte ich den Bau des weißen Kaninchens. Es drehte sich zu mir um, sah mir in die Augen und sagte: "Danke", was mich erstaunlicherweise keineswegs überraschte.
Dann verschwand es im Bau. Ich wartete noch einige Zeit, doch das Kaninchen kam nicht mehr heraus. Irgendwann machte ich mich dann auf den Heimweg, den Spuren entgegengehend, die wir auf unserer Reise hinterlassen hatten.
1.1.07 19:12


my own personal d-day (meaning #1)

Lieber Gewitter als Glaswand
Uns bleibt der Frischkäse
Als Tatsache
7.1.07 03:38


Ich.

Ich bin ein Mensch. Ich bin individuell. Wie jeder. Ich denke, aufs äußerste kurze Texte, auf den Punkt gebracht, können genausoviel ausdrücken, wie 1000seitige Romane.
Ich bin unzufrieden mit mir, mit meiner Leistung. Ich bin gewissermaßen das Minimum des Maximum. Ich bin; und ich will bleiben.
Ich will nicht alles, ich will mehr... und dann alles. Ich schlinge und speie, ich tue und lasse, ich will nicht, will alles und kriege irgendwas.
Ich will zurechtkommen. Ich will mehr als ich haben kann und gleichzeitig weniger, als ich denken kann.
Ich werde unterdrückt, werde inspiriert. Ich wurde erzogen, ich werde beeinflusst und doch bin ich ich selbst.
Ich tue nicht was ich will, und genau das will ich manchmal. Ich bin halbtot, halblebendig; je nach Situation.
Ich wünschte, ich könnte tanzen, ich tue es und kann es nicht - die Grenzen.
Ich wünschte ich könnte mehr, ich dächte weniger und umgekehrt. Ich wünschte, ich wäre zufrieden, doch das ist unmöglich.
Ich bin ein Individuum. Ich habe einen Körper und denke und fühle. Wie; das ist unwichtig.
Ich bin ich, du bist du.
Und wir sind allein.
8.1.07 02:37


Huhntier


Zwischen gut und schlecht gibt es kein Mittel und deswegen läuft das Huhn verwirrt durch die Gegend, manchmal fühlt es sich dabei wohl. Probleme verschwinden dann in der Masse.
Das Huhn hat verlernt zu fliegen, aber des öfteren kann man beobachten, wie es trotzdem probiert, sich in die Lüfte zu erheben. Dies seltsam anmutende Flattern kann man als verzweifelten Versuch des Tieres werten, seine Grenzen zu überwinden, vielleicht sogar ein wenig aus der Menge hervorzutreten - und das zurecht. Doch andererseits ist es oft das Einzige, was der angehenden Geflügelwurst etwas Halt und Sinn im Leben gibt.

(Gestern brachte ich es fertig, ein wenig durch Frankfurt zu tänzeln)
9.1.07 10:33


Cut-Out

16.1.07 16:58


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