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Gedanken.

Ein Manifest
"Wussten Sie, dass wir uns sehr ähnlich sind? Wir beide legen nämlich in jedes Wort und in jede Handlung beinahe abergläubige Bedeutung. Eine einzige Handbewegung, ein einziges unpassendes, eher sogar ein einziges passendes Wort unseres Gegenübers, werden in unserem Geiste zu einem unübersehbaren Omen, dessen Existenz wir zu leugnen nicht in der Lage sind. Auch unsere eigenen Handlungen und Aussagen beobachten wir akribischst. Wir denken oft Tagelang darüber nach, was genau und vor allem warum wir gerade dieses getan oder gesagt haben und nichts anderes. Diese womöglich seltene Eigenheit, die einen riesigen Teil von uns ausmacht und wenn nicht das, dann zumindest ungemein beeinflusst, lässt uns oft und lange unter mehr als unangenehmen seelischen Schmerzen leiden. Viel seltener erfüllen uns unsere Deutungen mit Glück oder Freude, denn es fällt uns allgemein wesentlich leichter, obwohl keiner von uns beiden zu Pessimismus neigt, die bösen Omen zu akzeptieren, als die guten. Letztlich hat unser Geist zum Beispiel für diese eine Handbewegung unzählige Deutungsansätze ausgearbeitet und wir entscheiden uns nicht immer für den plausibelsten, sondern meistens entweder für die, die uns am besten in unsere Welt passen oder am schlechtesten, damit wir unser Weltbild ein weiteres Mal überdenken können.
Es mag einige geben, deren Charakter auf diese Weise geprägt ist, aber gerade wir beide, Sie und Ich, gehen einen Schritt weiter, wir überschreiten immer öfter, je größer sich unsere Welt ausdehnt, die Grenze des Zwischenmenschlichen, dann kann Fahrtwind den Tod und ein verwelktes Blatt, das auf eine ganz bestimmte Stelle fällt, das Ende der Welt bedeuten.
Für Außenstehende mag das alles primitiv religiös anmuten, doch wir wissen es besser. Religion, Glaube ist für uns unwichtig, eine Nebensache, der wir keine Beachtung schenken.
Denn Wir sind es, nicht Gott, die unsere Welt erschaffen."
12.9.06 19:53


remember

Auch auf die Gefahr hin, dass mein Text darunter in Vergessenheit geraten könnte, bevor er überhaupt vergessen werden kann, hier ein Bild, gerade entstanden und wahrscheinlich stark verbesserungswürdig. egal.

remember the nameless
13.9.06 22:48


die unerträgliche last

alles ist eine scheibe, sie bohrt sich in deine schläfen, frisst sich durch deinen kopf, zersäbelt deine eingeweide und verlässt dich erst, wenn sie alles ist eine scheibe.
20.9.06 20:36


Zerstreutes Hinausschaun

Was werden wir in diesen Frühlingstagen tun, die jetzt rasch kommen? Heute früh war der Himmel grau, geht man aber jetzt zum Fenster, so ist man überrascht und lehnt die Wange an die Klinke des Fensters.

Unten sieht man das Licht der freilich schon sinkenden Sonne auf dem Gesicht des kindlichen Mädchens, das so geht und sich umschaut, und zugleich sieht man den Schatten des Mannes darauf, der hinter ihm rascher kommt.

Dann ist der Mann schon vorübergegangen und das Gesicht des Kindes ist ganz hell.
Franz Kafka
24.9.06 23:32





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