achtet nicht auf die Werbung!
  Startseite
    Alles
    Musik
  Über...
  Archiv
  so sachen
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   myphotos!
   editor's picks
   strohpuppe



http://myblog.de/joinz

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Di, 20.05.08; Buddhas Geburtstag bei Vollmond

- Katatonie, Apathie, wie auch immer. Heute bin ich befallen, ein Zombie, wie die Straßenhändler, die einen anpeilen und dann in Massen verfolgen, langsam ihre wertlosen Güter uns entgegenstreckend, nicht verstehend, was wir sagen, denn sie sprechen unsere Sprache nicht.
- Meine Augen folgen meinem vom Alltag überlasteten Gehirn in die Starre, sie sind in Wirklichkeit nur aufgemalt; wie auf dem Rücken eines Schmetterlings schützen sie mich davor, als das erkannt zu werden, was ich bin. Dennoch muss ich meine Augen beinahe permanent abwenden, so tun, als würde irgendetwas hinter oder neben meinem Gegenüber oder mir mein visuelles Interesse erwecken, denn ein tieferer Blick in meine Augen genügt, um deren Leere zu entlarven.
[iwantyoursoul]
4.7.08 14:22


Rush

Wenn ich gehe, also laufe, also renne, den Hinterhof entlang, vorbei an kalt-bizarren Schneewesen, die unter der Hitze der glühenden Sonne schon längst hätten verschwunden sein müssen, mich durch das Tor stürze, hinaus auf die brennende Straße mich flüchte, dpch gleich in den schmelzenden Asphalt zu versinken drohe; wenn dann meine Füße immer zäher am Boden sich verkleben, wenn mein Rennen zum Laufen zum Gehen wird und ich schließlich fast auf allen Vieren kriechend immer langsamer mich fortzubewegen vermag, die absolute Aussichtslosigkeit meiner Lage erkennend, dann bleibe ich stehen, vor mir der rettende Schatten des Apfelbaumes gegenüber; ich könnte fast die ersten Blätter greifen, so unendlich weit ist er entfernt.

ich gebe zu, man erkennt den Einfluss auf Anhieb, fast als hätte ich dem Meister eine Geschichte geklaut, nunja, wenn man mir nicht böse sein will, als Stilstudie lässt es sich auch betrachten, wobei mir natürlich klar ist, dass die Zeichensetzung längst nicht ausgereift ist. Soviel dazu und: wens interessiert =)
24.5.08 15:18


ohne titel denke ich

Ein Schritt aus der Haustür, die paar Treppenstufen herunter, die ich nie gezählt und wenn, dann deren Anzahl ich vergessen habe. Ein bis zwei große Schritte über den für mich farblosen Weg, der wohl irgendwie in den Garten führen soll, geht man ihn entlang, weiß man, dass er es auch tatsächlich tut. Aber um wegzurennen brauche ich nur diese ein bis zwei großen Schritte bis zum weißen Gartentörchen, bitte keine Werbung, ich mache es auf. Wenn jetzt Sommer ist, geht es ohne Probleme auf, sollte ich mich aber gerade im Winter befinden, hakt es ein wenig, da sich das Holzvolumen durch Wasseraufnahme erweitert hat. Es könnte allerdings auch ein regnerischer Sommertag sein, ganz zu schweigen von Frühling und Herbst. Nunja, öffnen kann ich es in jedem Fall und draußen bin ich. Über den hässlichen, mehrfach verschieden gemusterten, da zusammengeschusterten Hof, vorbei an der einsamen Biotonne auf dem Ministück Rasenhügel zwischen zwei verschiedenen Parkplatzflächen, zu meiner Wagentür. Schlüssel ins Türschloss stecken drehen, Tür öffnen, ich begebe mich in das Wageninnere. Schlüssel ins Zündschloss, vrrm, Rückwärtsgang, Vorwärtsgang und ich habe mein Grundstück verlassen.
Von nun an habe ich das Sagen über ein Stück Ding, das Tausendmal kräftiger ist als ich und keine Skrupel hätte, Gehorsam zu verweigern. Ich bringe dieses Ding dazu, sich und damit mich fortzubewegen und liefere mich ihm damit bedingungslos aus. Wenn es will, bin ich tot. Und noch schlimmer: wenn ich will, kann ich genausogut tot werden. Dadurch, dass der Tod einem so vor die Füße geworfen wird, wie die Erdnuss dem Elefanten, man muss es nurnoch einsaugen, verliert er proportional zum Kraftunterschied zwischen Mir und Es an Bedeutung. So wie ich aufs Gas trete, eine kleine Fußbewegung und damit um ein vielfaches schneller fahre, als ich jemals mit größter Anstrengung laufen könnte, könnte ich auch das Steuer herumreißen und von mir aus eine Klippe herunterfahren/fallen, anstatt selbst zu springen. Der Punkt ist die Übersetzung von Mensch auf Maschine. Der Tod nimmt unrealistische Züge an. Es ist zu einfach. Es ist, als wäre es nicht ich, der stirbt, denn ich bin es auch nicht, der fällt.
Ich falle aber nicht und auch nicht ich in meinem Auto, ich fahre nur, fahre davon.
21.4.08 23:21


Der Nebel Part ??

Der Nebel verzieht sich. Noch vor einigen Stunden war er so dicht, dass man sein Ziel nicht einmal sichten konnte, wenn man ungefähr 2 Sekunden davor stand. Nun treten die letzten Schwaden ihren Kampf mit meinen Sinnen an, unterernährt und lustlos. Der Versuch, mich zu vereinnahmen, ist schon längst gescheitert und trotzdem versuchen sie es weiter und weiter, bis irgendwann sämtliche Reserven verbraucht sind und die wohl göttliche Gegenmacht ihren Kampf nicht mehr aufgeben kann, sondern schon verloren hat.
Alle Mittel hat sie eingesetzt, jeden fein dunstigen Faden. Bis zum letztmöglichen Kampf, bis zu dem Punkt, an dem es keine Wiederkehr mehr geben kann. Die göttliche Macht ist aufgebraucht, zurück bleibe ich. Der Mensch. Auf den ersten Blick scheine ich gesiegt zu haben, doch nun ergiebt sich ein weitaus größeres Problem. Was folgt?
Mit dem Niedergang der letzten Feindkörper habe ich mein Lebensziel verloren und zwar zu überleben. Ich bin frei, aber was nützt die Freiheit, die Sicht auf mein Ziel mag frei sein - doch was ist eigentlich mein Ziel? Ich beginne, mir die permanente Bedrohung zurückzuwünschen, denn sie war ein Teil von mir geworden. Gewiss ein Teil, den ich in jedem Augenblick zu bekämpfen suchte, doch war all mein Wesen auf ebendiese Bekämpfung ausgerichtet, immer in der Voraussetzung, sie verhindere mein Vorankommen. Ich wiederhole die Frage: welches Vorankommen verhinderte dieser Nebel? Ich bin ratlos, stehe im Nichts, der Feind ist gewichen, ich stehe auf einem Hügel und habe klare Sicht auf.. auf nichts.
Der Nebel nahm mir die Sinne, er kämpfte bis zum letzten Moment und jetzt wo ich ihn besiegt zu haben scheine, wird mir klar, dass er, obwohl er sich dabei selbst vernichten musste, den Krieg gewonnen hat.
2.3.08 13:04


short.thought

Die Zigarette weht im Wind. Der Regen fließt an seiner Bedeutung vorbei.
11.12.07 01:27


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung